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"Czernowitzer Austria"
work in progress -
eine "Videointervention"


Fotos: Heidi Harsieber

Eine weibliche allegorische Figur, die einst zum 100 jährigen Jubiläum einer Besitzergreifung auf den Stadtplatz der Hauptstadt des okkupierten Landes gestellt wurde, wird zur "Projektionsfläche".
Die Projektion wird mit unterschiedlichen Mitteln, in verschiedenen Ebenen und Richtungen realisiert. Die Hauptachse geht von innen nach außen, von unten nach oben - die Köpfe männlicher Vertreter der Macht werden aus dem, durch den Verlauf der Geschichte kopflos gewordenen Körper der nationalen Personifikation (Austria) auf den Plafond projiziert.

Diese Köpfe sind Versuche den Verlorenen zu ersetzen, die in der Beliebigkeit ihrer Auswahl die Auswechselbarkeit von Machthabern und -symbolen zeigen. Der männliche Kopf über dem weiblichen Körper thematisiert Rollenbilder und Machtpositionen.
Mittels "Morphing" (gleichförmige Transformation eines gegebenen Quell-Bildes in ein gegebenes Ziel-Bild) verwandeln sich die Köpfe nahezu unmerklich und gehen fließend ineinander über.

Die Präsentation "work in progress" spricht die Symbole Kopflosigkeit, Macht und "Projektion" an, und zeigt einen Ausschnitt eines sich in Arbeit befindenden medialen Eingriffs in die Czernowitzer Austria.