K U N S T A M B A U r e a l i s i e r t e P r o j e k t e



2016/2017


1.Preis. Geladener Kunst am Bau - Wettbewerb. Pfarrheim Sierning. FOKUS.
2016. Auslober: Kunstreferat der Diözese Linz
Eröffnung und Segnung: 23. April 2017


Bernadette Huber | Glasfenster Pfarrheim Sierning. FOKUS | foto © pphilipp.com

Aus einem geladenen Wettbewerb "Kunst am Bau", der vom Kunstreferat der Diözese organisiert wurde, ging der Vorschlag von Bernadette Huber als Siegerinprojekt hervor.
Das Farbkonzept der gotischen Glasfenster aus dem Innenraum der Kirche wird aufgegriffen und in zeitgemäßer Formensprache auf den Glasbereich der Nordostfassade des neuen Pfarrheims FOKUS übertragen. So wird eine Brücke zwischen Alt und Neu, Tradition und Aufbruch geschlagen.

Die Glasarbeit zeigt das Symbol des christlichen Kreuzes in abstrakter Formgebung, quasi als Vexierbild, verborgen und offensichtlich zugleich. Christlicher Glaube und Religion werden sinnbildlich nicht als festgeschriebene Dogmen sondern als Suchbild gezeigt, als tradierte Zeichen, die immer neu und individuell zu suchen, zu entdecken und zu deuten sind.
Diese künstlerische Intervention trägt durch Glas-Licht-Farbe-Form eine Vision der zukünftigen Kirche auch nach außen.
Realisation: Glaswerkstätte Schlierbach

2016


Bernadette Huber
1. Preis. Lichthof 1. Kunst am Bau - Projekt, Alten- Pflegeheim Laakirchen, ein architekturbezogenes Kunstprojekt des Landes OÖ.

In die Luft schauen. Man ist nie zu alt zum Staunen. Glamour

Objekt aus X-TEND Edelstahlnetz, behängt mit Kristallen (crystal clear)
Realisation: Mai 2016

Höhe Ring - Ring 6,8 m
Durchmesser Ringe 2 m
Netzfläche (netto) 42,5 m²
2016

Kooperation:
Carl Stahl ARC GmbH, Bezau X-TEND Edelstahlnetz,
Bauleistung, Statik, Montage
Schöler Crystal (Kristalle Crystal Clear)
Baumgartner Beschriftungs GmbH, Steyr/Dietach (Montage Kristalle)
Blumen Resi, Th. Streißelberger, Waidhofen an der Ybbs
(Pflanzenbeet)
NEUE HEIMAT Stadterneuerungsgesellschaft mbH (Auslober und Auftragggeber)
steinkellner & partner // architekten (Architektur)

Bernadette Huber, Lichthof 1, Alten- Pflegeheim Laakirchen (OÖ),
Bernadette Huber, Lichthof 1, Alten- Pflegeheim Laakirchen (OÖ),
Blick aus dem 3. OG, foto (c) Bernadette Huber


Bernadette Huber, Lichthof 1, Alten- Pflegeheim Laakirchen (OÖ),
Blick aus dem EG, foto (c) Bernadette Huber

Bernadette Huber, Lichthof 1, Alten- Pflegeheim Laakirchen (OÖ),
Bernadette Huber, Lichthof 1, Alten- Pflegeheim Laakirchen (OÖ),
Blick aus dem EG, foto (c) Bernadette Huber


In die Luft schauen. Man ist nie zu alt zum Staunen. Glamour

Ich träume als Kind mich zurück
Und schüttle mein greises Haupt.
Adelbert von Chamissov

Das im Lichthof hängende Kunstobjekt "In die Luft schauen. Man ist nie zu alt zum Staunen. Glamour" geht von den Materialien X-TEND Edelstahlnetz und transparenten Glaskristallen (Crystal clear) aus, verjüngt sich in der Mitte, ist von jedem Stockwerk aus einsehbar und spielt mit Licht, Schatten, Projektion, changierender Flächigkeit, Luft, Reflexion und Transparenz.
Das Hängende, Schwebende und die Durchsichtigkeit schaffen einen stockwerkübergreifenden Raum, der BewohnerInnen und BesucherInnen animiert und zum Hinschauen, Verweilen und (In die Luft) Schauen einlädt.

Die bikonkave Form und Dimension des Objekts ergibt sich aus statischer Berechnung und Planung, gespannter Seilnetzkonstruktion und Größe der Maschenweite. Beim dreidimensionalen Aufspannen des Netzes entsteht eine typische Rauten-geometrie, die verschiedenen Öffnungswinkel der Rauten werden als Gestaltungsmittel eingesetzt und ergeben eine dynamische Gesamtwirkung. Den statischen Gegebenheiten entsprechend wird das Objekt oben und unten abgespannt. Die Begrenzung des Netzes ist je ein farbiger runder Reifen, der Wandfarbe des Stockwerks entsprechend (grün, rot) ausgewählt.
In das X-TEND-Edelstahlnetz werden knapp 1.000 runde Glaskristalle gehängt, deren Facetten das Licht brechen und je nach Lichteinfall, Lichtstärke und Sonnenstand im Raum und an den umgrenzenden Wänden des Lichthofs ein funkelndes Lichtspiel in Regenbogenfarben inszenieren können. Die aufgehängten Kristalle bewegen sich unmerklich, das Lichtspiel ändert sich ständig und stetig, Assoziationen sind frei.

Das architektonisch vorgegebene Pflanzenbeet, bepflanzt mit Asparagus Sprengerie soll eine grüne Oase sein. Asparagus Sprengerie ist schlicht, pflegeleicht, gut geeignet für den Innenraum und kommuniziert mit der Leichtigkeit des darüber schwebenden Objekts.
Der mit dem Kunstobjekt und dem Pflanzenbeet bespielte Lichthof wird Wohlfühlzone (auch für das Pflegepersonal) und Kunstraum mit Lichtblick und Durchsichten.


(c) Bernadette Huber. 2016

2011

Wandgestaltung - Cafe Kapeller, Steyr
Pfarrgasse 3, 1. Stock, A-4400 Steyr
Collage / Klebebild auf Wand
documentation in progress

2010

Felix Helena David u. a. – Garsten 2010
KUNST-AM-BAU-PROJEKT (2010)
Pfarrcaritas-Kindergarten Garsten
Schriftkonzept mit Vornamen
Malerei (Reinacrylat) auf Fassade
Folienbeklebung auf Fensterflächen
6,56 m (Breite) x 6,90 m (Höhe)

60 Vornamen strukturieren die Fassade des Pfarrcaritas-Kindergartens in Garsten. Namen definieren Geschlechtszugehörigkeit, Namen geben Informationen über Wurzeln und Herkunft, sind ein Spiegel unserer Zeit, Namen sind identifikationsstiftend.
Zum Großteil Vornamen von Kindern, die den Kindergarten besuchen, werden hier – aufgemischt mit traditionellen Namen – zu einem Zeitdokument und hinterfragen Namensbedeutung und Namensherkunft.


(c) Bernadette Huber /  KUNST-AM-BAU-PROJEKT -  Pfarrcaritas-Kindergarten Garsten
Felix Helena David u. a. – Garsten 2010

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Wandgestaltung im Eingangsbereich Restaurant Kapeller
Pfarrgasse 3, 1. Stock, A-4400 Steyr

Collage / Klebebild auf Wand
März 2010

(c) Bernadette Huber /  Wandgestaltung im Restaurant Kapeller - Bernadette Huber(c) Bernadette Huber /  Wandgestaltung im Restaurant Kapeller - Bernadette Huber

2009


Wandgestaltung - Buffetraum Eislaufplatz Steyr, Steyr


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KUNST-AM-BAU-PROJEKT Landesschule für Erziehungshilfe Steyr/Gleink
2009
Farbkonzept und kümstlerische Gestaltung des Schulgebäudes

(Beratung Farbkonzept: Klaus Schnopfhagen)

DIE ORTE DER REALISATION:
4 Hauptgänge des Schulgebäudes mit ähnlicher Raumstruktur, Vorraum Nachmittagsbetreuung, Außenbereich: hofseitiger Eingangsbereich

Jeder Gang ist für sich selbst gestaltet, bildet in sich eine strukturierte und inhaltliche Einheit, schafft eine neue eigene Welt. Die den einzelnen Gängen zugeordneten Gestaltungskonzepte werden somit Teil eines Leitsystems innerhalb des Schulkomplexes und ermöglichen eine bessere Orientierung, grenzen einerseits voneinander ab, "beschreiben" den Ort, verbinden andererseits durch Themenverwandtschaft oder technische Umsetzung.
Die silhouettenhafte Darstellung verschiedener Menschen, innehaltend und auch in Bewegung, erstreckt sich über Gang 1. Die Abbildungen (Schatten) verbinden durch eine einheitliche monochrome Farbgebung und geben dem Gangbereich eine durchgehende Einheit. Die zwischen die Figuren gefügten Worte und Textzitate kommunizieren Schule als Ort des Lernens, der Sprache. Sprache setzt in Beziehung, Sprache trennt, Sprache ruft Bilder hervor.

© bernadette huber - Kunst-am-Bau, Landesschule für Erziehungshilfe, Gleink 2009© bernadette huber / Kunst-am-Bau, Landesschule für Erziehungshilfe, Gleink 2009© bernadette huber / Kunst-am-Bau, Landesschule für Erziehungshilfe, Gleink 2009
© bernadette huber - Kunst-am-Bau, Landesschule für Erziehungshilfe, Gleink 2009© bernadette huber /  Kunst-am-Bau, Landesschule für Erziehungshilfe, Gleink 2009© bernadette huber - Kunst-am-Bau, Landesschule für Erziehungshilfe, Gleink 2009



Der Volksschulbereich zeigt die Welt der Tiere - großformatige Buchstaben tanzen zwischen den Tieren und lassen Assoziationen offen.

Gang 3 kommuniziert die Themen Alltag - Freizeit - Spiel und Spaß. Alltagsgegenstände (Symbole unserer Statusgesellschaft) werden als überdimensionale Ready-mades (Mobiltelefon, ein überdimensionaler Monitor, Lupe …) mit Fotos (Archivfotos, Lieblingsfotos …) "bespielt". Die großformatige Übertragung des Gesellschaftsspiels "Mensch ärgere dich nicht" - steht als Zeichen für die Spielregeln menschlichen Handelns und Denkens. Die Verbindung der Grundstruktur des Spiels mit Fotomaterial aus dem Fotoarchiv der Schule und Beiträgen (Fotos) der Kinder veranschaulicht die Idee sich selbst als Teil eines komplexen, strukturierten und geregelten Ganzen zu begreifen und fügt sich zu einer großformatigen Medienillusion.

Kunst-am-Bau, Landesschule für Erziehungshilfe, Gleink 2009Kunst-am-Bau, Landesschule für Erziehungshilfe, Gleink 2009Kunst-am-Bau, Landesschule für Erziehungshilfe, Gleink 2009
Kunst-am-Bau, Landesschule für Erziehungshilfe, Gleink 2009Kunst-am-Bau, Landesschule für Erziehungshilfe, Gleink 2009Kunst-am_Bau, Landesschule für Erziehungshilfe, Gleink 2009



Gang 4 verbindet Zeichnungen und gesammeltes Material aus Illustrierten zu Collagen, die Bewusstsein und Interesse der Kinder reflektieren, und als großformatige Digitaldrucke ausgegeben werden.

Im Eingangsbereich zur Nachmittagsbetreuung erstreckt sich ein Puzzle und thematisiert den Gedanken, dass "das eine in das andere übergreift - viele Teile ein Ganzes ergeben".
Der hofseitige Eingangsbereich wird "Kommunikationszone" und führt in die Welt der Emoticons. Diese knappen Zeichenkombinationen sind Ausdruck einer neuen Kommunikationskultur. Ein Emoticon sagt eben mehr als 1000 Worte:-)

 

KUNST AM BAU PUBLIKATION

Ansichts Sache - Kunst am Bau -
Baukunst in Oberösterreich

das neue Buch ist im Anton Pustet Verlag
erschienen.

Bernadette Huber:
KUNST-AM-BAU-PROJEKT Landesschule für Erziehungshilfe Steyr/Gleink, 2009


 

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